Wanderglockenspiel Arpac (Fr)

Im Auftrag der Arpac (Association Régionale de Promotion de l’Art Campanaire) wurde im Jahre 2004 ein Wanderglockenspiel mit 53 Glocken geliefert. Das Ganze ist auf einem Anhänger mit einer Länge von etwa 8 m montiert. Die Glocken haben ein Gesamtgewicht von ungefähr 4.086 kg und sind nach der Tonfolge G1-A1 chromatisch bis einschließlich C6 gestimmt. Die Glocken G1, Ais1 und C2 können von Hand geläutet werden, so dass das sog. Te Deum- Motiv erklingt. Diese Glocken sind mit geraden Läuteachsen und somit “fliegenden” Läuteklöppeln ausgestattet.

Florence Heral hat die ganz eigene Randverzierung für diese Glocken entworfen, welche Pflanzenwuchs aus den vier Himmelsgegenden der Welt zeigt: Ahornblatt, Ölbaumblatt, Hopfen und den Gingko (Zierbaum aus Japan). Die Klaviatur ist nach dem nordamerikanischen Maß ausgestattet und in einem mit Rollläden verschließbaren Raum aufgestellt. Dieses Glockenspiel wurde mit Rücksicht auf den beschränkten Raum sowohl mit ausgerichteten Schwinghebeln wie mit Rollen ausgestattet. Die Spielbarkeit ist sehr direkt und leicht gehalten. Die Klöppel sind aus Gußeisen angefertigt.

Voraussetzung bei der Planung war u.a. eine rundherum gute Sicht auf die Glocken; überdies sollten möglichst wenig Bauteile diese Sicht beeinträchtigen. Dazu wurde ein stufenförmiges Sondergestell konstruiert. Die kleinen Glocken wurden an Holzbalken aufgehängt um einen glänzenden Klang der Glocke zu gewährleisten.

Das ganze Gestell wurde mit CAD-Apparatur ausgearbeitet und darauf nach FEM-Methodiken rechnerisch überprüft, so dass das Ganze so leicht und fest wie nur möglich ausgeführt werden konnte. Schließlich sollen ja mit diesem Anhänger Jahr für Jahr viele Tausende Kilometer zurürckgelegt werden; dabei ist ein niedriges Gewicht von großer Bedeutung. Mit diesem Glockenspiel werden namentlich in Frankreich jährlich über 200 Konzerte gegeben.